GÄHNEN

Glossar

Anste­ckung siehe Nach­gäh­nen

Atem­lehre nach Midden­dorf: Der Erfahr­bare Atem. Atem­lehre von Ilse Midden­dorf (19102009)

Befind­lich­keit: So geht es mir in diesem Moment, mit dem, was ich gerade erlebe.

Chas­mo­lo­gie: die wissen­schaft­li­che Erfor­schung des Gähnens (Quelle)

Der Erfahr­bare Atem: siehe Atem­lehre nach Midden­dorf

Gähn­akt:

  1. Verstärk­ter Eina­tem (durch Mund), Brust­korb weitet sich, evtl. Neigung des Kopfes nach rück­wärts, Zwerch­fell und Kehl­kopf senken sich, Nasen­flü­gel und Gaumen­se­gel heben sich, Zunge bewegt sich nach rück­wärts, Stimm­lip­pen rücken anein­an­der.
  2. Brust­korb dehnt sich so weit wie indi­vi­du­ell möglich, Zwerch­fell und Kehl­kopf im Tief­stand. Unter­kie­fer senkt sich gemäss Öffnung der Mund­höhle nach unten. Zunge bewegt sich weiter rück­wärts, Hebung des weichen Gaumens. Verän­de­rung des musku­lä­ren Span­nungs­zu­stan­des einer indi­vi­du­ell wech­seln­den Zahl von Muskeln im Hals- Schul­ter- und Rumpf bis in die Extre­mi­tä­ten. Breit­zie­hen des Mundes, evtl. Schlies­sen der Augen (oder bei 3.), evtl. indi­vi­du­ell beglei­tende Bewe­gun­gen.
  3. Kurze Ausat­mung (durch Mund und oder Nase), Aufstei­gen von Unter­kie­fer und Kehl­kopf. Lösung der in 2. kontra­hier­ten Muskeln, evtl. tönen, seuf­zen, stöh­nen, Breit­zie­hen des Mundes, Schlies­sen der Augen. Kopf wieder in dyna­mi­schem Gleich­ge­wicht. Mehr oder weni­ger deut­li­ches Tränen. Schluck­akt.
    (Quel­len: Provine 2014, Trappe 1929, Eigen­erfah­rung)

Gähn­im­puls: Das Bedürf­nis, zu gähnen.

Gähnen, unter­drück­tes: Ich gebe mich einem Gähn­im­puls nicht hin, sondern unter­drü­cke das Gähnen z.B. durch Zusam­men­pres­sen der Zähne

Gähnen, stecken­ge­blie­be­nes: Ich habe mich einem Gähn­im­puls hinge­ge­ben, jedoch kann sich das Gähnen nicht entfal­ten (Gähn­akt 1.–3. wird nicht voll­zo­gen)

Gähnen, zuge­las­se­nes: Auf ein Gähn­im­puls folgt ein Gähn­akt (den ich bewusst wahr­nehme aber nicht störe)

Midden­dorf, Ilse (19102009): deut­sche Atem­the­ra­peu­tin und Begrün­de­rin einer Atem­lehre, die sie selbst als Der Erfahr­bare Atem bezeich­nete. Biogra­fie und Inter­views

Nach­gäh­nen: Gähn­im­puls ausge­löst durch Anste­ckung (Spie­gel­neu­ro­nen, Provine 2014)

Nasen­gäh­nen: Die Lippen blei­ben während des Gähn­akts geschlos­sen, die rest­li­chen moto­ri­schen Vorgänge spie­len sich ab, wie in Gähn­akt beschrie­ben

stecken­ge­blie­be­nes Gähnen: siehe Gähnen, stecken­ge­blie­be­nes

unter­drück­tes Gähnen: siehe Gähnen, unter­drück­tes

zuge­las­se­nes Gähnen siehe Gähnen, zuge­las­se­nes


Wo keine Quelle ange­ge­ben ist, stam­men die Defi­ni­tio­nen von Susanne Wagner

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