GÄHNEN

Gähn-Knigge

Schlimm – Gähnen aus Lange­weile? «Muss jemand aus Müdig­keit, zufolge eines Frisch­luft-Mankos oder wegen einer Verdau­ungs­stö­rung gähnen, ist dies an sich kein Drama. Schlim­mer ist Gähnen aus Lange­weile».

... doziert Bernard von Muralt, in seinem Leit­fa­den über ange­mes­se­nes Verhal­ten in der Schweiz.

Der Autor, ein Mann von Welt mit viel Erfah­rung im harmo­ni­schen Zusam­men­le­ben, Zere­mo­ni­ell und Proto­koll gibt zu, dass ein Gähnen sich schwer­lich unter­drü­cken lasse – jedoch sei es möglichst takt­voll und geräusch­los hand­zu­ha­ben in Gesell­schaft. Wer hinge­gen niesen müsse, der solle sich keinen Zwang antun, da dies schmerz­haft sein könnte – nur das Gegen­über darf auf keinen Fall «Gesund­heit» dazu sagen!

Bild: Selbst­por­trät beim Gähnen, Öl auf Lein­wand, um 1783 von Joseph Ducreux

Gähn-Knigge

«Beim Gähnen gehört (wenn möglich) die linke Hand vor den Mund. Jedoch nicht der Hand­rü­cken, sondern die Hand­flä­che.»
Muralt (2009, S. 70)

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