Fragebogen

Das persönliche Erleben von Gähnen

Der Fragebogen zum persönlichen Erleben von Gähnen war vom 1. Januar bis 30. Juni 2019 online. Vielen Dank für Ihre Teilnahme! Was haben die über 800 Teilnehmenden beim Gähnen erlebt und in der Umfrage mitgeteilt? In der Abschlussarbeit von Susanne Wagner wurden ausgewählte Resultate ausgewertet. Umfrageresultate und Abschlussarbeit  »  Zugang anfordern

Wagner, Susanne (2019): Von der gähnenden Leere zum lehrenden Gähnen: Förderung der Selbstwahrnehmung und Stärkung der Selbstregulation. Bern: Ateminstitut Schweiz.

Abstract

Das Multitalent Gähnen ist eine der ältesten Ressourcen des Organismus zur Homöostase. Es ist wie der Atem an der Schnittstelle von unbewusstem und bewusstem Verhalten und eignet sich in der komplementärtherapeutischDas ansteckende Gähnenen Arbeit zur Förderung der Selbstwahrnehmung und der Stärkung von Selbstregulation. Zwischenmenschlich ist das Gähnen ein hochansteckendes Resonanzphänomen: Allen geschieht es, alle sind sich einig: Gähnen ist wohltuend, aber unhöflich – körperliches Bedürfnis des Individuums und gesellschaftliche Konvention geraten in Widerstreit.  Zum persönlichen Erleben von Gähnen wurde eine online-Umfrage mit über 800  Teilnehmenden durchgeführt. Ausgewertet werden Fragen zum Erleben und Bewerten von eigenem und fremdem Gähnen sowie zum Umgang mit Gähnimpulsen. Die  differenzierte Selbstwahrnehmung unterscheidet das wertfreie körperliche Spüren  vom Fühlen, der inneren Bewertung des Erlebten. Die innere Bewertung kann die  Wirkung von Stressoren auf den menschlichen Organismus verstärken oder dämpfen und damit Genesung hindern oder fördern. Es kann dem Wachstum des persönlichen Wohlbefindens  dienen, die innere Bewertung als Schlüssel zu den eigenen  Ressourcen und als Instrument zur Selbstregulation zu entdecken. Am Beispiel Gähnen wird gezeigt, wie der Mensch durch achtsames Wahrnehmen, Bewusstwerdung und Reflexion von Gähnen zu mehr Selbstwirksamkeit gelangen kann.

Nebelspalter, 1947


«Gähnen ist eine Reak­tion auf Verän­de­run­gen von Verhal­ten oder physio­lo­gi­schem Zustand und unter­stützt sie. Bei Verän­de­rung kann es sich um Müdig­keit, Erre­gung, Aggres­sion oder die Tempe­ra­tur des Gehirns handeln … aber auch um die Zeiten, zu denen wir am häufigs­ten gähnen. … Bei Menschen erstre­cken sich die Verän­de­run­gen per Anste­ckung auch auf die Gruppe.»
Provine (2014, S. 51)

«Ich kenne kein ande­res Verhal­ten, welches eine so breite Palette an Funk­tio­nen hätte», sagt Dr​.med. O. Walu­sin­ski, ein wich­ti­ger Mann der Gähn-Forschung, in einer Repor­tage des Bayri­schen Rund­funks zum Thema Gähnen.

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